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Kampagne gegen Schwarzarbeit gestartet


Möglichst viele Beschäftigte aus der Grauzone der Arbeitsverhältnisse herauszuholen und Arbeit- sowie Auftraggebern empfindliche Sanktionen zu ersparen: Dies sind die Ziele, die die Landesabteilung Arbeit mit einer neuen Sensibilisierungskampagne gegen die Schwarzarbeit verfolgt. Der Slogan dazu: "Schwarzarbeit lohnt Dich nicht".


© LPAGemeinsam mit dem Sozialfürsorge-Institut INPAS/NISF und dem für Arbeitsunfälle zuständigen Institut INAIL will die Landesabteilung Arbeit darüber informieren, dass Schwarzarbeit sich in keinem Fall lohne und die jüngsten Bestimmungen zu ihrer Bekämpfung drastische Strafen vorsehen. "Unter den Folgen der Schwarzarbeit haben nicht nur ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen zu leiden, sondern die gesamte Gesellschaft", so Arbeitslandesrätin Luisa Gnecchi. So verzerre die Hinterziehung von Sozialabgaben und Steuern den Markt und senke die Chancen regulär arbeitender Unternehmen.

Für den Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin bedeute ein irreguläres Arbeitsverhältnis, dass seine/ihre Rechte nicht gewährleistet seien. Die vermeintliche "Ersparnis" entpuppe sich als Trugschluss, wenn es um Lohn- oder Honorarforderungen, Kündigungsschutz, Mutterschaftsgeld oder Urlaubsanspruch gehe, heißt es aus der Landesabteilung Arbeit. Zudem würden oft die Standards der Arbeitssicherheit nicht eingehalten und langfristig fehlten die schwarz gearbeiteten Jahre bei der Berechnung des Rentenanspruchs.

Schließlich zahle sich das Risiko auch aus unternehmerischer Sicht nicht aus: die Kosten ordnungsgemäß gemeldeter und versicherter Arbeitsverhältnisse seien steuerlich absetzbar, ein Fall von Schwarzarbeit ziehe dagegen exorbitante Sanktionen nach sich. So sind die Strafen für Fehler und Unterlassungen in der Lohnbuchhaltung verfünffacht worden, dazu kommen strafrechtliche Konsequenzen sowie Verwaltungs- und Zivilstrafen.

Weitere Informationen zur Kampagne finden sich auf der Homepage der Landesabteilung Arbeit im Südtiroler Bürgernetz unter www.provinz.bz.it/arbeit.




LPA - 06.11.07