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Projektplanung im Bildungs- und im Sozialbereich - Praktische Anleitungen für konkrete Lösungen und wirksame Maßnahmen auf Landesebene


Hiermit veröffentlichen wir den Leitfaden "Projektplanung im Bildungs- und im Sozialbereich. Praktische Anleitungen für konkrete Lösungen und wirksame Maßnahmen auf Landesebene" von Roberta Furlotti und Veronica Ceinar, Entwicklerinnen und Dozentinnen des Bildungslehrgangs "Projektplanung, Monitoring und Evaluation: Gender Mainstreaming als qualitatives Planungsmerkmal in der beruflichen Aus- und Weiterbildung". Der Lehrgang wurde von der Abteilung Italienische Berufsbildung der Autonomen Provinz Bozen organisiert und mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) co-finanziert.

Das vorliegende Buch möchte nicht nur gelesen, sondern erlebt werden! Es ist ein Leitfaden für die Projektplanung und kann für jede/jeden, die/der im sozialen Bereich arbeitet, nützlich sein: als Leitfaden, als Referenzpunkt, um bestehendes Wissen zu vertiefen und Kompetenzen zu festigen, als Ausgangspunkt, von dem aus ein eigener Planungsstil entwickelt werden kann.

Das Buch gibt bestimmte Handlungsschritte vor und zielt darauf ab, Best Practices in umsetzbare Verfahren zu überführen.

Viel zu oft sind die Bestimmung und der Erwerb von Kompetenzen, die für die Planung notwendig sind, dem "gesunden Menschenverstand" und der in der Praxis erworbenen Erfahrung der einzelnen AkteurInnen überlassen. Selten finden sich Bildungsleitfäden, die praxisbezogene Ansätze und wichtige vertiefende Ausführungen zu Methoden und Verfahren miteinander verbinden.

Im Allgemeinen läuft die Projektplanung Gefahr, als "improvisiert" zu erscheinen: In Ermangelung einer konstanten Bezugnahme auf einen durchdachten Arbeitsplan, erscheint die Kreativität der AkteurInnen oft wenig strukturiert. Deshalb hinterlassen die im Rahmen einzelner Projekte eingesetzten innovativen Neuerungen keine greifbaren Spuren, dieselben Fehler treten immer wieder auf und die Wirksamkeit der Maßnahmen wird geschwächt.

Die vorliegende Publikation möchte dem entgegenwirken: Die Bedeutung der Planung soll unterstrichen werden, indem ein methodologisch gut strukturierter Leitfaden präsentiert wird, der das notwendige Rüstzeug liefert, um konkreten Schwierigkeiten begegnen zu können.

Eine Kultur der Planung, die die Unterschiede im Allgemeinen und die Unterschiede zwischen den Geschlechtern im Besonderen als Prämisse in der Abwicklung von Projekten annimmt, wo die Unterschiede also einen konstanten Bezugsrahmen darstellen, ist nicht sehr verbreitet.

Die Autorinnen erachten fünf Punkte als besonders relevant und unabdingbar:

- die kontinuierliche Beachtung der Unterschiede als eigentlicher roter Faden, der sich durch die einzelnen Phasen der Planung zieht und das Augenmerk darauf richtet, "wie, wo und warum" sich Unterschiede feststellen lassen;
- die eingehende Untersuchung der Organisation, für die gearbeitet wird, indem die jeweiligen Grenzen und Möglichkeiten (Werte, Vision, Mission, besondere Erfahrungen) analysiert werden;
- die Analyse des organisatorischen und des lokalen Kontextes, in dem die Planung stattfindet: Kritische Punkte und vorhandene Ressourcen werden geprüft und mögliche nutzbringende Bündnisse mit anderen relevanten Akteurinnen und Akteuren evaluiert;
- die Logik, nach der die Idee in ein Projekt umgewandelt wird: um die geeignete finanzielle Unterstützung ermitteln zu können und sich der Gefahr zu entziehen, ein Standardprojekt anzustreben, das jeder beliebigen Finanzierung entspricht;
- die Notwendigkeit einer konstanten, übergreifenden Selbstreflexion als Handlungsanspruch: Monitoring als Bewertungsinstrument, das Sammeln von Daten, das auch im Laufe einer Planung eine Neuorientierung ermöglicht und die Anwendbarkeit auf neue Projekte.

In diesem Sinne sollte dieser Leitfaden auch als Nachschlagewerk benutzt werden und zu eigenen Überlegungen anregen: Er kann als Arbeitsinstrument dienen, das anhand wertvoller theoretischer, methodischer und technischer Ausführungen den einzuschlagenden Weg vorgibt und die notwendigen Werkzeuge an die Hand liefert, um ein Projekt erfolgreich umzusetzen.

Der Leitfaden soll dabei helfen, die einzelnen Abschnitte des Planungsprozesses stets im Blick zu halten. Denn ist nicht zwischen Ideal und Realität der Ort angesiedelt, an dem Akteurinnen und Akteure arbeiten, um die Qualität der eigenen Planung und die eigenen Möglichkeiten, auf die Realität einzuwirken, zu erhöhen?



Autorinnen: Roberta Furlotti und Veronica Ceinar
Übersetzung: Petra Tappeiner




Die italienische Originalausgabe ist im Verlag FrancoAngeli erschienen, die deutsche Übersetzung gibt es nur online:


Projektplanung im Bildungs- und im Sozialbereich. Praktische Anleitungen für konkrete Lösungen und wirksame Maßnahmen auf Landesebene


Interessierte Institutionen und Vereinigungen können die italienische Originalausgabe direkt beim Netzwerk Frauen-Arbeit beziehen.



Weitere Informationen:
Netzwerk Frauen-Arbeit
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39100 Bozen
Tel: 0471/400 494
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PT - 16.03.09