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Südtirol: Frauen verdienen deutlich weniger

Auf eine Anfrage der Freiheitlichen in Bezug auf die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen in Südtirol nimmt die Landesrätin für Arbeit, Barbara Repetto, Stellung.

Auch in Südtirol bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den Einkommen der Männer und der Frauen, so die Landesrätin, die sich in ihrer Stellungnahme auf die Publikation 9/2009 "Gender-Differenzen innerhalb der abhängigen Beschäftigten in Südtirol" des Arbeitsförderungsinstitutes beruft.

"In Südtirol beziehen neun Prozent der Arbeitnehmerinnen mit Vollzeitbeschäftigung weniger als 1.000 netto Euro pro Monat. Bei den männlichen Arbeitnehmern trifft dies nur auf zwei Prozent zu. Demgegenüber haben 24 Prozent der Arbeitnehmer ein Nettoeinkommen von mehr als 1.800 Euro, während diese Nettoeinkommensklasse von nur 14 Prozent der Frauen erreicht wird, so Repetto.

Die Gründe dafür seien vielschichtig. Die meisten Ursachen sind von objektiven Faktoren geprägt, zu diesen zählen - neben einer unter den Frauen viel stärker verbreiteten Teilzeitarbeit - persönliche Unterschiede und individuelle Interessen, nach welchen der Studientitel, der Ausbildungsweg, die Selbständigkeit oder Unselbstständigkeit, die Art des Arbeitsvertrages, die Berufswahl, der Wirtschaftszweig und dergleichen mehr gewählt werden.

Die Landesverwaltung sei insbesondere mit den Berufsberatungsstellen und mit den einschlägigen schulischen Strukturen seit Jahren bemüht, den Frauen gegenüber allen Wirtschaftsbereichen und Berufen eine offene Berufswahl zu ermöglichen.

Außerdem sei die Landesverwaltung dabei, einen bereits bei der ersten Gesetzgebungskommission deponierten Gleichstellungs- und Frauenförderungsgesetzentwurf zu genehmigen, so die Landesrätin.




PT (stol.it) - 13.07.09