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Obst und Gemüse-Service für Bozner Gemeindeangestellte

Seit einigen Wochen gibt es diesen neuen Dienst der Stadt Bozen für ihre Angestellten: den Zubringerdienst von frischem Saisonsobst und -gemüse der Großmarkthalle einmal wöchentlich. Dabei handelt es sich um eine Kiste, die jeweils mittwochs zu Mittag, außerhalb der Arbeitszeit, an einem von drei Orten nach Wahl des/der Angestellten direkt am Arbeitsplatz abgeholt wird. Die Aktion wird durch die enge Zusammenarbeit mit der städtischen Großmarkthalle möglich, deren Mitglied "Ortobolzano" sich um die Ausführung kümmert.

Der Geist bzw. Motor der Initative sei das Bemühen, den Zeit-Bedürfnissen der Angestellten entgegen zu kommen und ihnen die Vereinbarkeit von Arbeits- und Familienzeiten zu ermöglichen, so Stadträtin Maria Chiara Pasquali im Rahmen einer vor kurzem abgehaltenen Pressekonferenz. Im konkreten Fall, indem beim Einkaufen Zeit gespart wird. Dabei unterstrich Pasquali die Tatsache, dass Familien- und Hausarbeit leider immer noch Frauensache sei, dass damit also vor allem Frauen in ihrem Zeitmanagement geholfen werde. Eines der Ziele ihrer Zeitpolitik sei es, Frauen vom Modell der Teilzeit wegzubewegen, denn Parttime sei diskriminierend auf der Gehalts-, der Renten- und der Karriereebene. Gerade aus diesem Grund nahm das Komitee für Chancengleichheit der Stadt Bozen aktiv teil an der Planung des Projekts.

Stadtrat Luigi Gallo zeigte sich ebenfalls erfreut, die Initiative der Stadtverwaltung vorzustellen, als ein "exportfähiges" Modell auch für andere Unternehmen, im öffentlichen wie auch im privaten Sektor. Personalpolitik hieße immer auch, den Menschen als Angestellten in den Mittelpunkt zu stellen. Diese Initiative erlaube es, die Bedürfnisse der Angestellten ernst zu nehmen, sowohl zeitlich als auch was das Preis-Leistungsverhältnis der Ware anbelange. Die Kisten gibt es in zwei Größen, einmal um 10 und einmal um 15 Euro. Die Stadtverwaltung testet diesen Dienst, um das Modell bald auch für andere Betriebe schmackhaft zu machen.

Alda Picone, Präsidentin der Großmarkthalle, unterstrich die Tatsache, dass das Pilotprojekt auch das Ziel hat, den Konsum von Saisonsprodukten zu fördern und damit gesundes frisches Obst und Gemüse aus der lokalen Erzeugung (aus Südtirol und aus Italien) in die Haushalte zu bringen. Die Verkürzung der Transportwege und der Direktverkauf seien ein wichtiges Zugpferd.

Derzeit gebe es 31 Einschreibungen, die von Woche zu Woche aufgrund der Mundpropaganda und des hohen Zufriedenheitsgrads der ProjektteilnehmerInnen zunehmen, so die Direktorin des Amtes für Statistik und Zeiten der Stadt, Sylvia Profanter.





Weitere Informationen:
Amt für Statistik und Zeiten der Stadt
Piavestraße 3
39100 Bozen
Tel: 0471/997 327
Fax: 0471/997 408
Link: www.gemeinde.bozen.it




PT - 31.03.10