Bäuerinnen stärken und weiterführen - Klausur der SBO Orts- und Bezirksbäuerinnenräte in Terlan
Am 16. März 2010 trafen sich über 200 Orts- und Bezirksbäuerinnenräte der Südtiroler Bäuerinnenorganisation (SBO) im Raiffeisensaal in Terlan zur Klausur. Neben den Gemeinderatwahlen, den Wahlen der Bäuerinnenorganisation, der Arbeitsschwerpunkte der Südtiroler Bäuerinnenorganisation war auch das Naturwelterbe Dolomiten ein Thema der Klausur.
Landesbäuerin Maria Kuenzer betonte in ihrer Begrüßungsrede die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit. "Ich bin nicht Ortsbäuerin, weil ich zu Hause nichts zu tun habe, sondern weil die ehrenamtliche Arbeit einen Sinn ergibt", so Landesbäuerin Kuenzer, die allen SBO-Funktionärinnen für ihren Einsatz dankte.
Neben der Genehmigung des Kassaberichtes, der Information zur Vereinsführung, zu Kinderbetreuung am Bauernhof, zur Lebensberatung, zum Dienstleistungsportal, zur Seniorenbetreuung und zum Projekt Gesunde Jause, stand das Thema Weltnaturerbe Dolomiten und die Wahlen auf dem Tagungsprogramm. Anwesend war auch Landesrat Michl Laimer, der das Projekt Weltnaturerbe Dolomiten vorstellte. "Die Dolomiten sind ein wertvolles, schönes Kulturgut. Es ist wichtig, dass die heimische Bevölkerung dieses Projekt mitträgt und die Besonderheit dieses Naturerbes erkennt", so Landesrat Laimer. Er rief die Bäuerinnen zur Mitarbeit auf, den Gedanken und die Besonderheit dieses Projektes aufzuarbeiten und anderen zu vermitteln. "Gerade Frauen erkennen den Naturwert, und man kann nur das schätzen, was man kennt und liebt", so Landesbäuerin Kuenzer. In diesem Zusammenhang wurde auch der Film "Weltnaturerbe Dolomiten" erstmals in Südtirol gezeigt.
Die Gemeinderatwahlen waren ein weiteres Thema auf der Klausur. Es sei wichtig, Menschen mit Werten im Gemeinderat zu haben, die diese bei den Entscheidungen auch einfließen lassen. Bäuerinnen denken nachhaltig, sie denken in Generationen, und das sei ihre große Stärke. Solidarität und Loyalität sei oberstes Prinzip. "Wir müssen weiterbauen, es muss selbstverständlich werden, dass Wahlen auch ein Thema für Bäuerinnen sind, und dass Bäuerinnen in den Gemeindrat gewählt werden", so Kuenzer. Bäuerinnen sind heute selbstbewusst, sie sind offen für Neues, sind motiviert und zeigen keine Resignation. Ziel ist es, in der Bäuerinnenorganisation nicht stehenzubleiben, sondern weiterzugehen und die Bäuerinnen auch nach den kommenden Wahlen der SBO-Funktionärinnen im Herbst weiterzuführen.
Nach dem Motto einer Ortsbäuerin "Wer Mut zeigt, macht Mut" tauschten die SBO- Funktionärinnen Meinungen, Ratschläge und Wissen aus und in diesem Sinne war die Klausurtagung ein konstruktiver Arbeitstag, der viel Mut zum Weitermachen vermittelte.
PT - 23.03.10