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Projekte der Südtiroler Bäuerinnenorganisation liegen im Trend


Pressemitteilung der Südtiroler Bäuerinnenorganisation (SBO) vom 30. Juni 2010

Anlässlich der Gartenmesse im baden-württembergischen Villingen-Schwenningen fand am 28. Juni 2010 ein Fachkongress unter dem Motto "Landlust statt Landfrust – Frauen stärken den ländlichen Raum" statt. Mit dabei war auch L.-Abg. und Landesbäuerin Maria Kuenzer.

Antonia Lütteken von der Europäischen Kommission verwies beim Fachkongress darauf, dass die Gleichstellung der Geschlechter ein gemeinsamer Wert der EU sei. Zudem sei die Gleichstellung auch Voraussetzung zur Erreichung der EU-Ziele für Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und sozialen Zusammenhalt, um den ländlichen Raum lebendig zu erhalten. Auch die belgische Ratspräsidentschaft sieht in der Förderung der Frauen in der nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes einen Schwerpunkt des Arbeitsprogramms. Den Frauen komme in den Lokalgemeinschaften eine Schlüsselrolle zu, aber ihr Beitrag werde oft nicht beachtet und nur gering vergütet. Im Vordergrund stehen der Erwerb von Frauen, die Verbesserung der Beteilung der Frauen an den Entscheidungsprozessen, Förderung der Selbständigkeit und der Existenzgründungen von Frauen sowie Verbesserung der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien. Überdies hilft die Bereitstellung von besseren Kinderbetreuungsdiensten, die im Interesse aller Eltern in ländlichen Gebieten liegt, insbesondere Frauen beim Zugang zum Arbeitsmarkt.

Somit liegen die von der L.-Abg. und Landesbäuerin Maria Kuenzer vorgestellten Projekte der Südtiroler Bäuerinnenorganisation (insbesondere die Kinder- und Seniorenbetreuung am Bauernhof) im aktuellen Trend, was auch die Ludwigshafener Wirtschaftsprofessorin Jutta Rump bestätigte. Sie sehe für Frauen enorme Chancen im ländlichen Raum, insbesondere in der Sicherung der Lebensqualität, der Standort- und Arbeitsqualität, der Ressourcen, der ökologischen und nachhaltigen Entwicklung. Durch die sinkenden Geburtenraten und die steigende Lebenserwartung ergeben sich Erwerbspotentiale und Geschäftsmodelle: Betreuung von Kindern und von Älteren, Gesundheitswirtschaft, Lebensgenuss und Wellness, Tourismus für Familien und Ältere, Erlebnistourismus und Kurzurlaube, Kulturangebote, Versorgender Umweltschutz, Erneuerbare Energiequellen, Wissensvermittlung. Jutta Rump riet den Frauen beim Fachkongress in Villingen-Schwenningen zu Mut, zur Bildung von Netzwerken, zu flexiblen Arbeitsmodellen, Eigenverantwortung, zu einer offensiven Kommunikation.

Der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Rudolf Köberle hob beim Internationalen Fachkongress "Landlust statt Landfrust - Frauen stärken den Ländlichen Raum" die Bedeutung der Landfrauen hervor und betonte die Notwendigkeit von wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen auch im ländlichen Raum.




Sozialgenossenschaft "Mit Bäuerinnen lernen l wachsen l leben": www.lernen-wachsen-leben.sbb.it